EINE TEILNAHME AM VIRTUELLEN WEINGARTEN IST DERZEIT NICHT M?GLICH
1.) Das J?ten ist ausgef?hrt. Unter dem Begriff "J?ten" versteht man das Wegbrechen schwacher, ?bersch?ssiger Jungtriebe bzw. Wasserschosse. Weinbl?tter versorgen die Organe des Weinstockes erst ab einer Gr?sse von etwa 30% der sp?teren Endgr?sse mit Kohlenhydraten. Bis dahin werden Reservestoffe aus dem alten Holz mobilisiert. Es ist daher wichtig, unn?tige Triebe m?glichst fr?h zu entfernen, damit die Energieversorgung ganz gezielt auf die Triebe gerichtet wird, welche stehen bleiben.
2.) Die Arbeit der n?chsten Tage wird sein, die verbliebenen, sch?nen Triebe in den Drahtrahmen zu stecken, und der Bl?hverlauf wird beobachtet. In den fr?hen Lagen hat die Rebbl?te bereits eingesetzt.
3.) Die Rebbl?te - eine Zwitterbl?te ? besteht aus m?nnlichen und weiblichen Bl?tenorganen. Beim Bl?hvorgang wird das gr?ne Bl?tenh?ubchen abgeworfen und eine Selbstbest?ubung kann erfolgen. Der Verlauf der Rebbl?te wird grossteils von der Witterung beeinflusst. Warmes, trockenes Wetter l?sst den Bl?hvorgang optimal ablaufen. Bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius werden zwar die H?ubchen abgeworfen, die Befruchtung erfolgt jedoch nur mehr vereinzelt. In den nicht befruchteten Bl?ten unterbleibt die Beerenentwicklung und die Bl?ten fallen ab. Dies nennt man "verrieseln". Herrscht unmittelbar vor und w?hrend der Bl?te kaltes, nasses Wetter, kann es zu sp?rbaren Quantit?tseinbussen durch Verrieselungssch?den kommen.
Am 11. Oktober wurden die Trauben für unseren Webwein eingebracht. 8 fleissige Stock-Manager hatten die mühsame Aufgabe, die gesunden Beeren von den leider durch falschen Mehltau Befallenen zu trennen.
Nach der schonenden Ganztraubenpressung (wurde auch dieses Jahr mehrheitlich gewünscht) erfolgte eine Gärung unter Einsatz selektionierter Hefen (ebenfalls Wunsch der Webwinzer) ein. Nun gewähren wir dem Wein Zeit zu reifen. Ende April wird der 6. Web-V@ltliner an die Stock-Manager überreicht.
Gärung
Die Entscheidung zu Gunsten der selektionierten Hefe war eindeutig. Die in der Natur vorkommenden Hefestämme werden selektioniert, und die geeigneten, erwünschten Hefen weiter vermehrt. Durch ihre Verwendung werden die natürlich vorkommenden wilden Hefen zurückgedrängt.
Vorteil: Das Risiko von Gärstörungen wird weitgehend ausgeschlossen und klare, sehr feine Weine mit typischen Sortenaromen sind das Ergebnis.
Nachteil: Anschaffungskosten und auch höherer Energieaufwand. Denn selektionierte Hefen bewirken in der Regel einen zu schnellen Gärverlauf bei hoher Temperatur. Die Weinaromen würden grossteils mit dem Kohlendioxid ausgeschieden werden. Durch vermehrte, kontrollierte Kühlung der Gärtanks kann die Gärung jedoch verzögert und die Aromen erhalten werden.
Die Entscheidung für einen leichten Sommerwein macht eine Abstimmung über Ertragsregulierung unnötig.
Durch genügend Niederschlag war eine gute Versorgung in der Wachstumsphase nach der Blüte gegeben. Die Beeren sind nun kurz vor dem Weichwerden. Das ist auch gut so, denn ein Befall von Peronospora-Pilzen ist dann nicht mehr möglich. Während der vergangenen Wochen waren wir intensiv mit dem Pflanzenschutz beschäftigt. Durch konsequente Blatt- und Traubenkontrolle konnten wir unsere Anlagen vor dem falschen Mehltau schützen. Nur ganz vereinzelt sieht man befallene Beeren. Diese werden jedoch eintrocknen und danach abfallen.
Für die nächsten Wochen wäre eine längere Phase ohne Regen aber viel Sonnenschein ideal.
Rebschnitt
Die Holzreife im Internet-Weingarten ist aufgrund der optimalen Wasserversorgung im Vorjahr aussergewöhnlich gut. Schöne, kräftige Reben, die weit über das oberste Drahtpaar hinaus ausgereift sind, wurden auf Wunsch der Stock-Manager auch heuer wieder nach dem 8-Augen-Schnitt gekürzt. Das Ziel, eine ausreichende bis optimale Assimilationsfläche zu erhalten, wurde somit gewährleistet. Das Mark der Rebe ist saftig grün, auch die Fruchtaugen sehen sehr gesund aus.
Der Zeitpunkt des Austriebes lag heuer wieder einmal im Normalbereich. Das blitzende Grün der sensiblen Knospen dokumentiert den Frühling und zählt so zu den schönsten Zeiten im Winzerleben.
Um die zarten Blätter und die bereits vorhandenen kleinen Trauben vor dem Appetit der Rehe zu schützen, haben wir sie in besonders gefährdeten Weingärten mit Flüssigschmierseife besprüht. Ein äusserst effizientes und sehr ökologisches Hilfsmittel.
Ernte
Anfang Oktober wurden die Trauben f?r den diesj?hrigen Webwein geerntet. Eine sch?ne Zuckerreife mit 18 ? KMW liess schon damals einen wunderbaren Kabinettwein erwarten.
Durch die langsame G?rung (unter dem mehrheitlich gew?nschten Einsatz von selektionierten Hefen) und der Reifezeit auf seinem Hefedepot entwickelt sich der 2007er Web-V@ltliner zu einem ganz feinen seiner Art. Fruchtaromen von Apfel und Banane, kraftvoll und trotzdem sehr elegant ? unser erster Eindruck. Jetzt gew?hren wir ihm noch ein paar Monate Ruhe. Im Fr?hjahr erfolgt dann die ?bergabe an die Stock-Manager.
Verarbeitung der Trauben
Je schonender das Traubengut behandelt wird, desto klarer und eleganter wirken die Weine. Besonders in einem sehr trockenen Jahr wie 2007 bilden sich durch Stresssituationen vermehrt Bitterstoffe in den Beeren.
Die Wahl der richtigen Traubenverarbeitung ist daher sehr entscheidend. Bei der Ganztraubenpressung werden die eingebrachten Trauben direkt in die Presse geleert, wo sie langsam bei leichtem Druck gepresst werden. Dies ist die schonendste Verarbeitung des Lesegutes.
Beim Rebeln mit Maischestandzeit werden Farbstoffe, Tannine und Geschmackstoffe aus den Kernen, Traubenschalen und Stielfragmenten herausgelöst und in den Most überführt. Geringfügig dichtere, extraktreichere Weine sind das Ergebnis.
Die Stock-Manager haben sich wieder für die Ganztraubenpressung entschieden.
Trockenheit und Hitze

vorher
Wir bedanken uns bei allen, die mit uns Gebete um Regen ins Universum schickten. Anfang August war es aufgrund der Trockenheit notwendig geworden, mit Wassertanks in die Weingärten zu fahren, um die Rebstöcke zu versorgen. Zum Glück führte unser hauseigener Brunnen noch genügend Wasser, denn auch in manchen Weingärten, wo eine Bewässerungsanlage installiert ist, musste Wasser hingefahren werden, da der Wasserzulauf für die Tröpfchenbewässerung beinahe ausgetrocknet war.
Aber auch die enorme Hitze hat ihre Spuren hinterlassen. Wie auf dem beigefügten Foto zu sehen ist, wurden einzelne Beeren regelrecht "gegrillt". Die Beerenhaut dehnt sich nach Abschluss der Beerenzellenbildung aus, wird dadurch dünner und sehr empfindlich. Genau zu diesem Zeitpunkt hat der Temperaturteufel mit bis zu 38 °C zugeschlagen. Jene Beeren, die nicht durch Blätter vor Sonne geschützt sind, wurden verbrannt.
Nach Frost im Frühjahr, Hagel im Frühsommer und der Trockenheit haben wir von Wetterkapriolen genug.
Ertragsregulierung
Eine frühzeitige Reife der Beeren ist heuer zu erwarten. Erste Prognosen für den Jahrgang können nach der Blüte erstellt werden. Bedingt durch das herrliche Frühlingswetter begann die diesjährige Blüte Ende Mai, also noch früher als im ?Extremjahr? 2003. Die sehr heissen Junitage verzögerten den Blühverlauf etwas, dennoch war die Blüte ca. 3 Wochen früher abgeschlossen, als im Jahr 2006. Die Trauben sind schön und kaum verrieselt.
Eine Traubenausdünnung zum momentanen Zeitpunkt erachten wir als wenig sinnvoll, da der Reifeprozess durch mehr Ertrag etwas verzögert werden kann. Die Beeren bleiben kleiner und somit aromatischer.
Für eine Traubenausdünnung zu einem späteren Zeitpunkt stellten wir zwei Möglichkeiten zur Wahl, die Stock-Manager haben sich für eine Auslese Mitte Septemer entschieden. Aus diesen Beeren wird dann Saft produziert.
Jäten und Blüte 2007

vorher
Im Mai waren wir mit dem Jäten beschäftigt. Darunter versteht man das Wegbrechen schwacher, überschüssiger Jungtriebe bzw. Wasserschosse. Weinblätter versorgen die Organe des Weinstockes erst ab einer Grösse von etwa 30% der späteren Endgrösse mit Kohlenhydraten. Bis dahin werden Reservestoffe aus dem alten Holz mobilisiert. Es ist daher wichtig, unnötige Triebe möglichst früh zu entfernen, damit die Energieversorgung ganz gezielt auf die Triebe gerichtet wird, welche stehen bleiben.
Die Rebblüte steht bevor - über den Blühverlauf berichten wir Ende Juni
Weintyp 2007
Das Ergebnis der Weintyp - Bestimmung liegt vor. 59% der Stock - Manager haben sich für den Ausbau eines Kabinettweines entschieden. (= etwa 12,5 % vol.Alk. ca. 18,5 - 19 ° KMW)
Wann heuer der Lesezeitpunkt dafür sein wird, ist jetzt schon interessant, denn wir stehen kurz vor Blühbeginn. Eine alte Winzerregel lautet: ?Zwa Wochen noch da Hollabliah, bliaht da Wei.? Erinnerungen an das Jahr 2003 werden wach ? da begann die Weinblüte am 2. Juni.
Rebschnitt 2007

vorher

nachher
Mit dem Rebschnitt erfolgt die Regulierung des Wachstums, gleichzeitig ist dies auch die erste Massnahme für die Qualitätsrichtung. Vor dem Rebschnitt beurteilt man den Gesamtzustand des Weingartens, insbesondere die Holzreife.
Die Holzreife im Internet - Weingarten ist aufgrund der optimalen Wasserversorgung im Vorjahr aussergewöhnlich gut. Es sind schöne, kräftige Reben vorhanden, die weit über das oberste Drahtpaar hinaus ausgereift sind. Das Mark der Rebe ist saftig grün, auch die Fruchtaugen sehen sehr gesund aus. Ziel ist, eine ausreichende bis optimale Assimilationsfläche zu erhalten.
Unsere Stock-Manager haben sich für den 8-Augen-Schnitt entschieden.
Bei diesem Schnitt befindet sich alle 10 cm eine Rebe. Dies bedeutet beste Platzausnutzung und bewirkt:
a) gute Assimilationsfläche
b) bessere Weinqualität
Nachteil ist ein höherer Arbeitsaufwand bei der Ertragsregulierung
Jahrgang 2006

vorher
Am 21. Oktober 2006 waren 17 fleissige Lesehelfer mit der Ernte im Webweingarten beschäftigt. Die total gesunden Veltlinerbeeren wurden, wie von den Stock-Managern mehrheitlich gewünscht, direkt in die Presse geleert, wo sie langsam bei leichtem Druck gepresst wurden. Diese "Ganztraubenpressung" ist die schonendste Verarbeitung des Lesegutes. Nun ist das Weinjahr 2006 endgültig abgeschlossen, denn am 1. Februar 2007 wurde der aktuelle Web-V@ltliner in die Flaschen gefüllt. Ein ganz grosses Lob gebührt den virtuellen Winzern ? sie haben gute Arbeit geleistet - ein wahrer Bilderbuch-Veltliner wartet nun auf die Geniesser. Etwas Flaschenreife gewähren wir dem
Webwein jedoch noch. Betreffend der Weinübergabe informieren wir rechtzeitig.
Gärung
G ä r u n g ?
Auch dieses Jahr haben sich die Stock-Manager für die Verwendung SELEKTIONIERTER HEFEN entschieden.
Dabei handelt es sich um s.g. Reinzuchthefen. Die in der Natur vorkommenden Hefestämme werden selektioniert, und die geeigneten, erwünschten Hefen weitervermehrt. Durch ihre Verwendung werden die natürlich vorkommenden wilden Hefen zurückgedrängt.
Vorteil: Das Risiko von Gärstörungen wird weitgehend ausgeschlossen und klare, sehr feine Weine mit typischen Sortenaromen sind das Ergebnis.
Traubenausdünnung

vorher
Dank einer Schönwetterperiode während der Blühphase war die Weinblüte heuer innerhalb weniger Tage abgeschlossen. Während der Hauptblüte vom Grünen Veltliner hatten wir zwei Regentage. Verrieselung war die Folge ? ein Qualitätsvorteil durch natürliche Etragsreduzierung. Die Trauben sind sehr lockerbeerig und durch die Bodenfeuchtigkeit ist eine optimale Versorgung der Stöcke bis auf Weiteres gegeben.
Die Stock-Manager haben sich daher für eine Traubenausdünnung durch selektive Vorlese Ende September/Anfang Oktober entschieden.
Die Reben wurden in den Drahtrahmen gestreckt, Geiztriebe entfernt, Traubenzone entbl?ttert (nordseitig umfangreicher, s?dseitig, wegen Sonnenbrandgefahr nur einzelne Bl?tter) und der Boden bearbeitet.
Aufgrund ausreichender Bodenfeuchtigkeit und dem fast tropischen Klima waren wir mit der Stockerziehung mehr als nur besch?ftigt. Ein derart ?ppiger Pflanzenwuchs ist uns nicht in Erinnerung. Jede verf?gbare Kraft wurde im Weingarten ben?tigt.
Die Bl?te war am 26. Juni zur G?nze abgeschlossen - dies liegt exakt im Durchschnitt.
Die Rebbl?te - eine Zwitterbl?te ? besteht aus m?nnlichen und weiblichen Bl?tenorganen. Beim Bl?hvorgang wird das gr?ne Bl?tenh?ubchen abgeworfen und eine Selbstbest?ubung kann erfolgen.
Eins mit der Natur
Die Bewirtschaftung unserer Weingärten nach streng ökologischen Gesichtspunkten ist uns heute ?zu wenig?.
Wir achten darauf, mit welchen Methoden Pflanzen und Tiere behandelt werden, gelten seit über einem Jahren als die ?vegetarischen Spinner? :-) im Familien- und Freundeskreis, da Tierschutz ein sehr zentrales Thema für uns wurde, und wir legen grossen Wert auf das Biozeichen beim Einkauf unserer Nahrungsmittel. Logischer Schritt für uns ist daher die Umstellung unseres Weingutes auf einen bio-dynamischen Betrieb.
Dies vollzieht sich jedoch nicht von Heute auf Morgen, denn umfangreiches Fachwissen ist auch hier - oder besser gesagt, gerade hier ? unumgänglich. Wer biologische Landwirtschaft ernsthaft betreiben will, m u s s sich Gedanken über ein harmonisches Miteinander von Mensch, Tier und Umwelt machen.
Zunächst war uns wichtig, das ?Leben? in unseren Böden zu optimieren. Kräuter, Kleearten, Phasilie, Buchweizen, Senf, Kümmel, Malve, Luzerne, Rispe, Schafschwingel usw. wurden Mitte April gesät und die ersten Pflänzchen ragen schon hervor.
Wir holten dazu die Meinung unserer Stock-Manager ein, das Ergebnis finden wir persönlich sehr erfreulich.
Hier die Links für mehr Informationen:
1. biologisch-dynamischer Weinbau Link www.demeter.at
2. Biologischer Weinbau Link www.bio-austria.at
3. naturnaher Weinbau (Öpul 2000) Link www.umweltbundesamt.at/umweltschutz/landwirtschaft/oepul2/
Weinübergabe
An den Wochenenden 29. + 30.4. sowie 6. + 7.5.2006 waren unsere Stock-Manager zur Weinübergabe eingeladen. Einige kannten einander schon von der Ernte, und gemütliche Plauderein waren die Folge. Rege Diskussionen entstanden, denn manche von ihnen sind auch dieses Jahr für einen gelungenen Web-Wein "verantwortlich". Mit dem 2005er sind wir auf jeden Fall sehr zufrieden.
Rebschnitt

vorher

nachher
Mit dem Rebschnitt erfolgt die Regulierung des Wachstums, gleichzeitig ist dies auch die erste Massnahme für die Qualitätsrichtung. Vor dem Rebschnitt beurteilt man den Gesamtzustand des Weingartens, insbesondere die Holzreife. Diese ist im Internet-Weingarten aufgrund der optimalen Wasserversorgung im Vorjahr aussergewöhnlich gut. Es sind schöne, kräftige Reben vorhanden, die weit über das oberste Drahtpaar hinaus ausgereift sind. Auch die tiefen Temperaturen (bis zu ?18°C) des heurigen Winters haben zum Glück keine Schäden an den Reben angerichtet. Das Mark der Rebe ist saftig grün, auch die Fruchtaugen sehen sehr gesund aus.
Ziel ist, eine ausreichende bis optimale Assimilationsfläche zu erhalten.
Ein 8-augen-Schnitt wurde ganz eindeutig gewünscht. Dies bedeutet beste Platzausnutzung und bewirkt: a) gute Assimilationsfläche b) bessere Weinqualität
Nachteil = höherer Arbeitsaufwand bei Ertragsregulierung
Weintyp
Heuer haben es unsere Stock-Manager besonders spannend gemacht. Die Entscheidung zwischen Kabinett- oder kräftigen Meditationswein fiel erst nach einem Appell an all jene, die bis dahin Ihre Stimme noch nicht abgegeben hatten. Jetzt ist es aber klar, es soll wieder ein GV im Kabinettbereich sein.
Jahrgang 2006
Ende März erfolgt die Füllung des 3. Web-V@ltliners, derzeit ruht er noch im Stahltank. Herrliche Veltliner-Frucht, ein schönes, harmonisches Säurebild - so präsentiert sich der aktuelle Webwein .
Mostbehandlung
Fruchtfleisch und -kerne, Erde, Hülsen, Mikroorganismen usw. sind im Most vorhanden. Um zu vermeiden, dass diese Fremdstoffe die Weinqualität beeinflussen, wird der Most ?entschleimt?. Das bedeutet die Trubstoffe absetzen lassen, und in späterer Folge das Abziehen des geklärten Mostes.
60 % der Stock-manager haben sich für eine Klärung bis zu 10 Stunden entschieden.
Vorteil: der Gärverlauf ist langsamer und kann besser kontrolliert werden. Auch eine nachteilige Geschmacksbeeinflussung auf den Wein kann gossteils verhindert werden.
Nachteil: hefeverfügbare Nährstoffe gehen teilweise verloren, was wiederum zu einer Stresssituation für die Hefe führen kann
Auslese im Webweingarten

nachher
Eine Ertragsreduzierung durch Traubenentnahme wurde, wie berichtet, dieses Jahr nicht durchgeführt. Am 4. Oktober wurde jedoch eine selektive Lese von virtuellen Winzern aus dem Volksbankensektor durchgeführt. Die am Stock verbleibenden Früchte können nun einer schönen Reife entgegensehen.
Traubenbehandlung
Das Geschmacksbild des Weines wird auch durch das zur Anwendung gebrachte Presssystem beeinflusst. Je schonender das Traubengut behandelt wird, desto klarer und eleganter wirken die Weine.
Unsere Stock-manager haben sich ganz klar für die Ganztraubenpressung entschieden-die eingebrachten Trauben werden direkt in die Presse geleert, wo sie langsam, bei leichtem Druck gepresst werden)
Eine sehr weise Entscheidung, denn durch die Niederschlagsmenge im diesjährigen Sommer hat sich Botrytis (Edelfäule) eingestellt. Obwohl die betroffenen Beeren direkt bei der Ernte genau ausselektioniert werden war die gewählte Variante für den Jahrgang 2005 sehr von Vorteil.
Traubenausdünnung
Eine Ertragsreduzierung durch Traubenentnahme wurde dieses Jahr nicht durchgeführt. Einerseits liegt heuer generell der Ertrag im niedrigen Bereich, andererseits besteht aufgrund des regenreichen Sommers und der hohen Niederschlagsmenge vom 15. + 16. August (100mm) die Gefahr, dass die Beeren zu viel Wasser aufnehmen und aufplatzen. Eine Wasserverteilung auf mehrere Beeren ist daher ein grosser Vorteil.
Um die Stöcke dennoch zu entlasten wird Anfang Oktober eine erste Lese durchgeführt. Einzelne Trauben werden geerntet und zu Süssmost verarbeitet. Die am Stock verbleibenden Früchte können dann einer schönen Reife entgegensehen.
Natürlich erhält jeder Stockmanager auch seinen Anteil am Traubensaft (1-2 Flaschen)
Gärung - Geburt des Weines
Bei diesem biochemischen Prozess produzieren Hefen verschiedene Fermente, die den vorhandenen Zucker in Alkohol, Kohlendioxid und verschiedene Nebenprodukte umwandeln.
H e f e n:
= einzelligen Lebewesen mit einer Grösse zwischen 0,005 bis 0,015 mm. Sie vermehren sich durch Zellteilung - in 24 Stunden werden aus einer Zelle ca. 4000.
Man unterscheidet zwischen der
Gärung mit wilden Hefen oder
Gärung mit Reinzuchthefen.
Für beide Varianten soll jedoch eines gelten - das sortentypische Geschmacksbild in seiner Reinheit erhalten.
71,9 % für den Einsatz SELEKTIONIERTER Hefen
Die in der Natur vorkommenden Hefestämme werden selektioniert, und die geeigneten, erwünschten Hefen weitervermehrt. Durch ihre Verwendung werden die natürlich vorkommenden wilden Hefen zurückgedrängt.
Das Risiko von Gärstörungen wird weitgehend ausgeschlossen und klare, sehr feine Weine mit typischen Sortenaromen sind das Ergebnis.
Traubenausdünnung
Die hohe Niederschlagsmenge der vergangenen Tage gewährleistet eine optimale Versorgung des Stockes. Eine Traubenausünnung zum jetztigen Zeitpunkt ist absolut n i c h t zu empfehlen, da die verbleibenden Trauben durch das hohe Wasserangebot zu grosse Beeren ausbilden würden. Eine Etragsregulierung wird daher zu einem späteren Zeitpunkt noch behandelt.
Wir haben in den vergangenen Tagen die Traubenzone entlaubt. Auf der sonnenabgewandten Seite fast zur Gänze, südseitig wurden nur einzelne Blätter weggebrochen (wegen Sonnenbrandgefahr). Die vorherrschende Witterung erhöht die Infektiongefahr (Fäulnis und Pilzkrankheiten). Eine gut belüftete Traubenzone ist daher auch dieses Jahr besonders wichtig. Sollte der Herbst ebenfalls kühl und feucht sein, ist eine freie Traubenzone die Voraussetzung für die Ernte gesunder Trauben.
erste Grünarbeiten und Blüte

vorher
Das Jäten ist ausgeführt. Unter dem Begriff ?Jäten? versteht man das Wegbrechen schwacher Jungtriebe bzw. Wasserschosse. Weinblätter versorgen die Organe des Stockes erst ab einer Grösse von ca.30% der späteren Endgrösse mit Kohlenhydraten. Bis dahin werden Reservestoffe aus dem alten Holz mobilisiert. Es ist daher wichtig, unnötige Triebe möglichst früh zu entfernen, damit die Energieversorgung ganz gezielt auf die Triebe gerichtet wird, welche stehen bleiben.
Ähnlich dem Jahr 2004 hat der Blühbeginn heuer etwas verspätet eingesetzt, jedoch mit dem Vorteil, dass das warme, trockene Wetter während der Blütezeit den Blühverlauf beschleunigte. Die Rebblüte war gegenüber dem Vorjahr etwa 5 Tage früher abgeschlossen und ein schöner Reifevorsprung von ca. 1 Woche kündigt sich somit an.
Die Rebblüte - eine Zwitterblüte ? besteht aus männlichen und weiblichen Blütenorganen. Beim Blühvorgang wird das grüne Blütenhäubchen abgeworfen und eine Selbstbestäubung kann erfolgen. SKIZZE OBEN
natürliche Schädlingsbekämpfung

nachher
Ein neues, intelligentes Projekt, bei dem auf natürliche Weise die Vermehrung der Wicklerraupe verhindert wird, kam bei uns zum Einsatz:
Durch grossflächige Ausbringung von PHEROMONEN (= Botenstoffe weiblicher Raupen zum Anlocken der Männchen) mittels Dispenser können Raupenmännchen die Weibchen nicht mehr lokalisieren - eine Paarung bleibt aus und somit auch der Nachwuchs.
Infos dazu auch auf www.biocontrol.ch
Der 8 Augen-Rebschnitt hat sich in den beiden letzten Jahren bewährt und war auch für den Jahrgang 2005 von der Mehrheit - 83 % - so erwünscht.
Alle 10 cm befindet sich eine Rebe. Dies bedeutet beste Platzausnutzung und bewirkt: a) gute Assimilationsfläche b) bessere Weinqualität
Weintyp
Alle Jahre wieder stellen wir die Frage nach dem gewünschten Weintypus, da sich schon die erste Arbeit im Weingarten, der Rebschnitt, danach orientiert. Eine klare Entscheidung zu Gunsten eines Kabinettweines wurde von unseren Stock-Managern getroffen.
Flaschenverschluss
zur Auswahl standen:
"Vino Lok" Glasverschluss
Naturkork oder
Drehverschluss
Die hohe Akzeptanz des Glasverschusses ist uns bekannt, das eindeutige Ergebnis daher wenig überraschend.
93 % Vino Lok
7 % Drehverschluss
Hefekontaktzeit
Sehr entscheidend für den Weincharakter ist auch die Hefekontaktzeit. Je länger ein Wein auf seinem Hefedepot belassen wird, um so weicher und cremiger wird er, verliert jedoch an Fruchtigkeit. Der genaue Zeitpunkt des ?Abziehens? (= trennen des Weines vom verderblichen Hefegeläger) wird durch tägliches Verkosten des Weines bestimmt.
Wunderschön harmonisch, gut balancierte Säure, durch die Hefe etwas cremig und dennoch tolle Würze, klare Veltlineraromatik -so präsentierte sich am 29.11.2004 der Web-Wein.
Unser Ziel ist die Vinifizierung eines fruchtigen Kabinettweins, daher wurde der Wein am 1.12.2004, bei geringstem Luftkontakt, vom Gärtank in einen anderen Edelstahltank gezogen.
Gärtemperatur
Beim Gärprozess ist die Temperatur sehr entscheidend. Damit die Hefen zu arbeiten beginnen, muss der Most mind. um die 6 °C warm sein. Optimale Bedingungen herrschen
bei Temperaturen zwischen 20° C und 25 °C. Natürlich kann es der Hefe auch zu warm werden, was dann ihr Absterben zur Folge hat. Das Gärmaximum liegt bei etwa 35 °C.
Durch Berieselung des Gärtanks mit Kaltwasser konnte, wie gewünscht, eine langsame Gärführung bei konstanten 17°C durchgeführt werden. Der soeben "geborene" Web-Wein 2004 präsentiert sich wunderbar fruchtig. Wir dürfen uns auf einen gelungenen Wein im Kabinettbereich freuen.
Ernte

vorher

nachher
Mit Hilfe einiger Stock-Manager wurden am 23.10.2004 die Trauben eingeholt, fein säuberlich sortiert, denn nur die gesunden Beeren durften in den Keller. 18,5°KMW ergeben sicher ein schönes Kabinett. Unter strenger Aufsicht der anwesenden Web-Winzer wurde wie gewünscht gerebelt, und der anschliessend verkostete Traubenmost präsentierte sich mit schönen Fruchtaromen und feiner Säure.
Mostbehandlung
Die Mostbehandlung ist für die Weinqualität äusserst entscheidend. Fruchtfleisch und -kerne, Erde, Hülsen, Mikroorganismen usw. können vor dem Pressvorgang nicht ausgesondert werden. Diese Fremdstoffe wirken sich jedoch meist negativ auf den Geschmack aus. Deshalb wird der Most "entschleimt", was nichts anderes bedeutet, als das Absetzenlassen der Trubstoffe, und in späterer Folge das Abziehen des geklärten Mostes. Die Klärwirkung ist von der Standzeit abhängig. Eine Klärung von bis zu 10 Stunden wird von den onlin-Winzern gewünscht. Vorteil dieser Variante ist ein langsamer Gärverlauf der besser kontrolliert werden kann. Auch eine nachteilige Geschmacksbeeinflussung des Weines kann gossteils verhindert werden. Jedoch gehen dabei hefeverfügbare Nährstoffe teilweise verloren, was wiederum zu einer Stresssituation für die Hefe führen kann
Traubenverarbeitung
Die Traubenverarbeitung wird heuer nach Variante 2 durchgeführt.55,6 % der Stock-Manager haben sich dafür entschieden. Zur Auswahl standen:
1. Ganztraubenpressung (= Die eingebrachten Trauben werden direkt in die Presse geleert, wo sie langsam bei leichtem Druck gepresst werden. Dies ist die schonendste Verarbeitung des Lesegutes)
2. Rebeln mit Maischestandzeit (=Vor dem Pressvorgang werden die Beeren vom Stilgerüst getrennt und bleiben einen gewissen Zeitraum stehen um eine bessere Aromen- auslaugung zu erzielen)
3.Leichtes Anquetschen der Trauben mittels Traubenmühle (=Direkt beim Befüllen der Traubenpresse werden die Beeren leicht aufgedrückt. Dabei erfolgt ein geringer Saft- austritt. Wenig mechanische Belastung und doch der Vorteil einer Fermentation = Verfahren zur Aromaentwicklung)
Hefeeinsatz
83 % unserer Stock-Manager haben sich für die Gärung mit selektionierten Hefen entschieden.
Dabei handelt es sich um s.g. Reinzuchthefen. Die in der Natur vorkommenden Hefestämme werden selektioniert, und die geeigneten, erwünschten Hefen weitervermehrt.
Vorteil: Geringes Risiko von Gärstörungen und klare, sehr feine Weine mit typischen Sortenaromen sind das Ergebnis.
Nachteil: Anschaffungskosten und auch höherer Energieaufwand. Denn selektionierte Hefen bewirken in der Regel einen schnellen Gärverlauf bei hoher Temperatur. Weinaromen würden grossteils mit dem Kohlendioxid ausgeschieden. Durch vermehrte kontrollierte Kühlung der Gärtanks kann die Gärung verzögert und die Aromen erhalten werden.
G ä r u n g ? gilt als Geburt des Weines, da sie die Weinqualität tatkräftig mitbestimmt. Bei diesem biochemischen Prozess produzieren Hefen verschiedende Fermente, die den vorhandenen Zucker in Alkohol, Kohlendioxid und verschiedene Nebenprodukte umwandeln. Aus 100g Zucker werden 51g Alkohol, 49g Kohlendioxid und Wärme erzeugt.
H e f e n:
Verantwortliche der Gärung mit einer Grösse zwischen 0,005 bis 0,015 mm. Die einzelligen Lebewesen vermehren sich durch Zellteilung, und das ziemlich rasch. Denn in 24 Stunden werden aus einer Zelle ca. 4000.
Ertragsregulierung

vorher

nachher
Der Arbeitseinsatz ist klar definiert:
Ein Teil der Trauben wurde am 26.7.2004 entfernt, der andere Teil muss, dem Wunsch der Mehrheit entsprechend, bis zum Weichwerden der Beeren am Stock ausharren. Gesamt werden etwa 6 bis 10 Trauben pro Stock entfernt.
Starker Fruchtansatz und ein verzögerter Vegetationsverlauf erfordern, trotz kleiner, lockerbeeriger Trauben eine Ertragsregulierung. Es befanden sich, aufgrund des 8 Augen - Rebschnittes, zwischen 16 und 20 Trauben am Stock. Diese Zahl wird auf etwa 10 Trauben reduziert.
Erziehung der Stöcke und Rebblüte

vorher
Im Mai und Juni waren wir mit der Erziehung der Stöcke beschäftigt. Die ersten langen Triebe wurden in den Drahtrahmen gesteckt, damit sie bei zu heftigem Wind nicht abbrechen. Die Stockstämme wurden von überschüssigen Trieben befreit um die Versorgung der wichtigen Triebe im Drahtbereich nicht zu verschlechtern.
Ende Juni war die Rebblüte abgeschlossen. Bedingt durch das kühle, feuchte Wetter heuer etwas verzögert und die Befruchtung eher schlecht. Dies führt zu Verrieselung der Blüten, und damit zu lockerbeerigen Trauben. Ein absoluter Qualitätsvorteil.
Wir haben in den vergangenen Tagen die Traubenzone entlaubt. Nordseitig fast zur Gänze, auf der Südseite wurden nur einzelne Blätter entfernt (wegen Sonnenbrandgefahr). Eine gut belüftete Traubenzone ist heuer besonders wichtig. Durch den Vegetationsverzug werden die Trauben generell eine längere Reifezeit benötigen und daher bis in den Spätherbst am Stock verweilen. Sollte der Herbst ebenfalls kühl und feucht sein, ist eine freie Traubenzone die Voraussetzung für die Ernte gesunder Trauben. Können die Beeren nach Regen gut abtrocknen, wird das Risiko einer Pilzerkrankung minimiert.
Bodenbearbeitung

vorher
Generell wurde Roggen als Humusspender in unseren Weingärten gepflanzt. Jede 2. Reihe wurde damit begrünt. Jetzt wurde grobschrollig umgebrochen, und die begrünte Reihe gemäht (gemulcht). Damit kann eine Mineralisierung von Nährstoffen erfolgen, die später für den Rebstock pflanzenverfügbar sind.
Weintyp
Es ist entschieden: in der 2. Runde waren 75 % der Stock-Manager für die Vinifizierung eines Kabinettweines, also Alkoholgehalt von etwa 12,5 % vol.
Einige zukünftige Arbeitsvarianten werden diesem Wunsch entsprechend ausgewählt werden.
Weintyp
Leider konnte mit 50 : 50 (Varianten 2 + 3)kein eindeutiges Ergebnis erzielt werden. Dieses Thema ist jedoch ein sehr zentrales, da kommende Arbeiten darauf abgestimmt werden müssen. Kaum eine andere Sorte als der Grüner Veltliner ermöglicht uns Winzern ein breitgefächertes Spektrum an Ausbauvarianten. Zur Auswahl standen deshalb:
S O M M E R W E I N (11,5%)
K A B I N E T T (12,5 %)
M E D I D A T I O N S W E I N (14%)
Eine neuerliche Abstimmung ist erforderlich
Übergabe des Ertrages 2003

vorher
Am 19.3.2004 wurde die "Dividende" an die Stock-Manager überreicht. Ein gemütlicher Abend bei uns im Weinsalon beendete das erste Web-Weinjahr. Einige der letztjährigen Stock-Manager möchten auch heuer wieder Einfluss auf die Vinifizierung des Webweines nehmen. Der Rebschnitt ist bereits abgeschlossen, die Bestimmung des Weintyps läuft derzeit auf Hochtouren. Wir freuen uns schon auf ein erfolgreiches 2004.
Rebschnitt 2004

vorher

nachher
Ein eindeutiges Ergebnis gab es bei der Wahl des Rebschnittes. 89% der Stock-Manager haben sich für Variante 2 entschieden. Der so geforderte 8 Augenschnitt wurde im realen Weingarten bereits ausgeführt. Foto dazu gibt es am 22.3.
Der Abstand zwischen den einzelnen Stöcken beträgt 0,80 m. Somit befindet sich bei einem 8 Augen-Rebschnitt alle 10 cm eine Rebe.
Dies bedeutet beste Platzausnutzung und bewirkt:
a) gute Assimilationsfläche
b) bessere Weinqualität
Wahl des Verschlusses

vorher

nachher
Der Glasstoppel sitzt fest!
Am 11.2.04 wurde, wie von den Stock-Managern eindeutig gewünscht, der Web-V@ltliner mit Glasstoppel verschlossen. Viele anwesende Winzerkollegen und Journalisten waren sofort von Optik und Funktionalität dieses Verschlusssystems begeistert.
Eine kurze Beschreibung findet man auf der Seite WEINGUT unter News und Events
Namensuche für den WEB-WEIN
WEB-V@LTLINER
So heisst der weltweit erste, via Internet vinifizierte Wein.
Viele Vorschläge wurden uns zugetragen und die Wahl fiel nicht leicht, aber wir mussten uns für 3
Finalisten entscheiden. WEB-V@LTLINER, WEBLINER und VELTLINER WEBCUVEE kamen in die Schlussrunde und WEB-V@LTLINER trug schliesslich den Sieg davon.
Hefekontaktzeit
Aufgrund des hohen PH-Wertes (wenig Säure) war es notwendig geworden, den Wein frühzeitig von der Hefe abzuziehen. So kann das Risiko des biologischen Säureabbaues vermieden werden.
Traubenverarbeitung

vorher

nachher
Es ist vollbracht. Die Trauben für den ERSTEN WEB-WEIN der Welt sind geerntet, gepresst und der Most (20° KMW) ist im Fass. Einige fleissige virtuelle WinzerInnen mit Begleitung haben bei der Weinlese reale Arbeit geleistet. Bilder und der Lesebericht sind auf der Homepage von Stock-Manager Herbert www.wine-expert.at nachzusehen.
Die Stock-Manager haben sich für die Ganztraubenpressung entschieden. Hierbei werden die eingebrachten Trauben direkt in die Presse geleert, wo sie sehr langsam gepresst werden. Dies ist die schonendste Verarbeitung des Lesegutes.
Mostbehandlung
Mostklärung
Darunter versteht man dass Absetzenlassen der Trubstoffe und das spätere Abziehen des geklärten Mostes.
Der von der Presse kommende Most enthält auch unerwünschte Stoffe ? Kerne, Schalen, Fruchtfleisch, Erde, div. Verunreinigungen. Verbleiben zu hohe Anteile dieser Stoffe im Most zurück, kommt es zu mehr oder weniger nachteiligen Geschmacksbeeinflussungen.
Nach Absetzten der Trubstoffe (ca. 12 Std. Dauer) zieht man den Most in ein anderes Fass, wo er zur Gärung gebracht wird.
Bei diesem "Umziehen" kann man entweder
1. nur blitzblanken Most abziehen
2. geringfügige Trubstoffe (leichte Trübung) mitpumpen oder
3. Fruchtfleisch und gröbere Trubstoffe beibehalten
Die Stock-Manager haben sich für Punkt 2 entschieden:
Vorteile dieser Variante:
Mehr Nährstoffe für die Hefe vorhanden und somit bessere Gärbedingungen. Bringt dichteren Wein mit besserer Terroirerkennung
Entblättern der Traubenzone

nachher
Es erfolgt kein Entblättern - 67% der Stock-Manager haben sich gegen ein Entblättern entschieden.
Ein Entblättern bedarf einer guten Anpassung an das jeweilige Stockerziehungssystem und kann keinesfalls generell empfohlen werden. Neben besserer Belichtung und Besonnung der Trauben und dem geringeren Botrytisrisiko können auch negative Effekte durch zu starkes Entblättern entstehen.
Zu intensive, direkte Sonnenbestrahlung kann bei Weissweinsorten ein Ansteigen von unerwünschten Gerbstoffeanteilen bewirken. Auch können bestimmte Aromastoffe zu früh um- bzw. abgebaut werden. Die Gefahr von Sonnenbrandschäden ist aufgrund der stärkeren UV-Strahlung (Abschwächung der Ozonschicht) auch bei Trauben ein Thema geworden.
Traubenausdünnung

vorher

nachher
Leider konnten wir eine Abstimmung über Zeitpunkt und Intensität der Traubenausdünnung nicht durchführen, da aufgrund der äusserst trockenen Witterungsverhältnisse ein rascher Handlungsbedarf bestand.
Dem Wunsch der Stock-Manager entsprechend, einen kräftigen, opulenten Veltliner auszubauen, haben wir die Traubenzahl pro Stock auf etwa 6 reduziert. Die Trauben sind lockerbeerig, nicht allzu gross und deuten auf eine ausgezeichnete Qualität hin.
Gärung
Ein eindeutiges Resultat - die Gärung wird unter Verwendung selektionierter Hefen erfolgen - dies ist zu 100% der Wunsch der Stock-Manager
G ä r u n g ? Es handelt sich dabei um einen biochemischen Prozess, bei dem Hefen den vorhandenen Zucker in Alkohol umwandeln. Aus 100g Zucker werden 51g Alkohol, 49g Kohlendioxid und Wärme erzeugt
Man unterscheidet zwischen der
Gärung mit selektionierten Hefen (Reinzuchthefen - die in der Natur vorkommenden Hefestämme werden selektioniert und nur die geeigneten Hefen weiter vermehrt. Durch ihren Einsatz werden die natürlich vorkommenden wilden Hefen zurückgedrängt. Das Risiko von Gärstörungen wird weitgehend ausgeschlossen und klare, feine Weine mit typischen Sortenaromen sind das Ergebnis)
und der Spontangärung (= wird von der im Weingarten vorkommenden wilden Hefe bewirkt).
H e f e n ? Erreger der Gärung
Einzellige Lebewesen mit einer Grösse zwischen 0,005 bis 0,015 mm. Durch Zellteilung werden aus einer Zelle in 24 Stunden etwa 4000 Zellen.
Bestimmung des Weintyps

vorher

nachher
Das Ergebnis der Weintyp - Bestimmung liegt vor. 67% der Stock - Manager haben sich für den Ausbau eines kräftigen, opulenten Veltliners entschieden. Die Voraussetzungen dafür sind sehr gut, denn Blühbeginn war am 2. Juni - trotz des doch ziemlich kalten Frühjahres etwa 10 Tage früher als 2002.
Die Rebblüte - eine Zwitterblüte ? besteht aus männlichen und weiblichen Blütenorganen. Beim Blühvorgang wird das grüne Blütenhäubchen abgeworfen und eine Selbstbestäubung kann erfolgen.
Der Verlauf der Rebblüte wird grossteils von der Witterung beeinflusst. Warmes, trockenes Wetter lässt den Blühvorgang optimal ablaufen. Bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius werden zwar die Häubchen abgeworfen, die Befruchtung erfolgt jedoch nur mehr vereinzelt. In den nicht befruchteten Blüten unterbleibt die Beerenentwicklung und die Blüten fallen ab. Dies nennt man ?verrieseln?. Herrscht unmittelbar vor und während der Blüte kaltes, nasses Wetter, kann es zu spürbaren Quantitätseinbussen durch Verrieselungsschäden kommen.
Bodenbearbeitung (es gab keine Alternative zur Auswahl)

vorher
Am 1. 4 2003 wurde der Boden aufgebrochen. Da es sich im Weinbau um Dauerkulturen handelt, sind Bodenpflegemassnahmen von grosser Bedeutung. Sie haben das
Ziel, bedarfsgerechte Bereitstellung von Wasser und Nährstoffen zu sichern. Es wird nur lenkend und fördernd in das System Boden eingegriffen, um natürliche Vorgänge und Prozesse
möglichst wenig zu stören, bzw. ganz gezielt dem Bedarf der Rebe anzupassen.
Bereits ausgeführte Arbeiten

vorher

nachher
Der Rebschnitt: Zur Auswahl standen 7 , 8 oder 9 Fruchtaugen pro Rebe und Stock. Aus den Fruchtaugen treiben die Sommertriebe. Aus diesen bilden sich Knospen, Blätter, Blüten, Frucht, Geiztriebe und Ranken. Im Weingarten haben wir einen Stockabstand von 0,80 m. Da nun der 8 Augen-Rebschnitt gefordert wurde, befinden sich später im Drahtrahmen alle 10 cm Reben, was eine optimale Platzausnutzung, und somit bessere Assimilationstätigkeit bedeutet. Davon profitiert natürlich die Weinqualität.